"Fünf Ladies on Tour in Tansania" - das war das Motto eines überaus interessanten und unterhaltsamen Vortrags in der neuen Epiphaniaskirche.
Die "Vereinigte Republik Tansania" liegt in Ostafrika am Indischen Ozean (siehe Karte). Sie hat etwa die zweieinhalbfache Fläche Deutschlands, aber mit knapp 62 Mio deutlich weniger Einwohner (2022). Die offizielle Sprache ist nicht etwa Englisch, wie in vielen anderen afrikanischen Staaten, sondern Swahili. [Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Tansania)]
Eine besondere Beziehung zwischen Tansania und Bayreuth besteht einerseits über das Projekt "Hilfe für die Massai" (https://www.massai.org), dessen Gründerin Angelika Wohlenberg, bekannt auch als "Mama Massai", schon 2014 bei uns über ihr Leben und ihre Arbeit in der Massai-Steppe berichtet hat (https://www.epiphaniaskirche.de/1-10-2014-mama-massai-war-da). Für zwei Massai-Mädchen, Lucy und Faith, beide ca. 8 Jahre alt, unterhält unsere Gemeinde eine Patenschaft.
Eine zweite Verbindung zu diesem Land ist ein inzwischen schon seit 40 Jahren bestehendes Projekt unseres Dekanats. Die "Medizinische Notversorgung Tansania" (MNT - https://mnt-bayreuth.org) unterstützt zwei Krankenhäuser in Machame und Karatu mit jährlich ca. 60.000 €, hauptsächlich für Medikamente, aber auch medizinisches Gerät. Unsere Gemeindeglieder Rita und Dr. Fritz Seiler haben 10 Jahre in Machame, am Fuß des Kilimanjaro, gelebt. Dr. Seiler hat dort am Machame Lutheran Hospital als Arzt gearbeitet und spricht, ebenso wie seine Frau, fließend Swaheli. Das war für die "fünf ladies" auf ihrer "Safari" (dieses Wort kommt aus dem Swaheli und bedeutet einfach nur "Reise") natürlich ein großer Vorteil.
Neben Bildern und kurzen Video-Clips von Besuchen in den beiden Krankenhäusern und bei den Massai und unseren Patenkindern (mit teilweise abenteuerlichen Fahrten) wurden auch grandiose Natur-Aufnahmen (also von einer "richtigen" Foto-Safari) gezeigt, z.B. aus dem Ngorogoro Krater, dem weltweit größten (inaktiven) und nicht mit Wasser gefüllten Vulkankrater. Beeindruckend war, wie herzlich und freudig die ladies allenthalben empfangen und liebevoll umsorgt wurden. Gastfreundschaft hat hier einen sehr hohen gesellschaftlichen Stellenwert - afrikanische Willkommenskultur!
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war nach dem Vortrag die "Brotzeit", die vom Männerkreis organisiert und vorbereitet wurde. Noch lange standen Besucherinnen und Besucher beieinander, unterhielten sich über das Gesehene und ließen sich die Köstlichkeiten schmecken. Ein Teilnehmer fühlte sich ein bisschen an die biblische Speisung der 5000 erinnert: die Verantwortlichen hatten mit 40 Personen gerechnet, gekommen waren aber 99 (wir haben's gezählt!) Trotzdem hat alles gelangt, niemand musste hungrig nach Hause gehen. Übrig geblieben ist auch noch etwas (nein, keine 12 Körbe, sondern genau vier Scheiben Brot) - das war eine "Punktlandung".
Alles in allem war das ein perfekter Abend. Vielen Dank an alle Beteiligten - und natürlich an unseren Herrn!
